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Aus dem Gemeinderat

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Aus dem Gemeinderat | 27.07.2026

Gemeinde will vorbereitet sein

Gemeinderat verabschiedet Aufstellungsbeschlüsse für drei Bebauungsplanverfahren um eventuelle Fehlentwicklungen zu vermeiden

Wenn eine Firma ihren Standort aufgibt, ergeben sich neue Nutzungsmöglichkeiten. So wie zuletzt beim Cronimet-Gelände am Bahnhof in Kirchheim, das aktuell zu einem modernen Stadtquartier mit Busbahnhof, Fahrradparkhaus und Wohnungen umgebaut wird. Der Gemeinderat hat nun in seiner jüngsten Sitzung Aufstellungsbeschlüsse für Bebauungspläne von weiteren Flächen gefasst. „Es geht nicht darum, die Flächen zu kaufen, sondern Fehlentwicklungen zu vermeiden“, erläuterte Bürgermeister Uwe Seibold.

Grundstück direkt am Neckar

Die Firma Blatt hat für die Gemeinde überraschend angekündigt, den Betrieb einzustellen. Sie befindet sich auf einem vier Hektar großen, 600 Meter langen Grundstück direkt am Neckar. „Die erste Option wäre sicher ein betrieblicher Nachfolger, der meines Wissens noch nicht in Sicht ist, dann wären alle Diskussionen erledigt“, betont Uwe Seibold. Ansonsten stehe ein Rückbau des Geländes an und für diesen Fall will man vorbereitet sein, um die Entwicklung frühzeitig zu steuern und eine geordnete städtebauliche Entwicklung sicherzustellen. Ein wichtiger Punkt sei vor allem die Neugestaltung der Mündung des Mühlbachs in den Neckar. „Dieser Aspekt ist quasi verpflichtend und sollte unabhängig von der Folgenutzung sein“, findet Andreas Munz (WGK). Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat die Aufstellung des Bebauungsplans „Am Neckarufer“, eine Veränderungssperre zur Sicherung der Bauleitplanung bis zum Inkrafttreten des Bebauungsplans sowie ein Vorkaufsrecht. „Das ist nur die Notfallebene, nicht das Ziel“, bekräftigt der Bürgermeister.

Für zukünftige Entwicklungen vorbereiten

Die gleichen Beschlüsse wurden für das Gelände der in Insolvenz befindlichen Firma Herzog getroffen. Auch hier soll an prominenter Stelle einer Fehlentwicklung vorgegriffen werden. Im Bereich „Loch-Seele-Ehewiesen – 9. Änderung“ kommt erschwerend hinzu, dass dieses Sondergebiet genau auf den bisherigen Nutzer zugeschnitten ist. Ein neuer Bebauungsplan ermöglicht eine flexiblere Bebauung, die sich an der angrenzenden Bebauung orientiert, und ein weiter gefasstes Warenangebot.

Potenzieller Feuerwehr-Standort

Bleibt noch der Bereich „Südlich Hofener Straße – Fläche für Gemeindebedarf“, für den ebenfalls einstimmig der Aufstellungsbeschluss verabschiedet wurde. Die Fläche ist als potenzieller neuer Standort für das Feuerwehrhaus im Gespräch. Der ist notwendig, da zum einen der bisherige Standort in der Starkregengefahrenkarte als bedroht verzeichnet ist. Zum anderen, um den veränderten Anforderungen an die Wehr gerecht zu werden. „Irgendwann wird es schwierig, das im Bestand unterzubringen“, erklärt Uwe Seibold. Der Aufstellungsbeschluss ist der erste Schritt im Verfahren.