Aus dem Gemeinderat | 29.06.2026
Gemeinde mustert reparaturanfälliges Fahrzeug aus
Die Gemeinde Kirchheim hat ihre Pläne für die Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr überarbeitet. Noch im Laufe dieses Jahres wird die Wehr unter anderem ein neues Hilfeleistungslöschgruppen-Fahrzeug, ein HLF 10, bekommen. Dafür sollte eigentlich das 1999 in Dienst gestellte LF 16/12 in Rente gehen. Doch stattdessen wird nun das erst seit 2009 fahrende LF 10 verabschiedet. „Das LF 16 ist einfach zuverlässiger und verursacht weniger Reparaturkosten“, erklärte Kommandant Christian Scherb in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.
Flexibles Gerät für die Feuerwehr
Im Juli 2024 hatte das Gremium beschlossen, auf der Grundlage des ein Jahr zuvor verabschiedeten Feuerwehrbedarfsplans zum einen das HLF 10 als Ersatz zu beschaffen, als auch einen Gerätewagen-Transport GW-T zu kaufen. Damit sollte die Wehr auf die sich ständig verändernden und vielfältiger werdenden Einsatzsituationen flexibel reagieren können. „Wir waren in der glücklichen Situation, dass im Land noch Gelder zur Verfügung standen, sodass wir das sehr schnell umsetzen konnten“, erinnert Bürgermeister Uwe Seibold. Die Fahrzeuge sollen voraussichtlich im September ausgeliefert werden. Nun ist es aufgrund der Förderrichtlinien zwingend notwendig, endgültig festzulegen, welches Löschfahrzeug aus dem Betrieb genommen wird.
Älter ist eindeutig besser
Der Logik nach müsste es das ältere, also das LF 16/12 sein. Aber wie sich gezeigt hat, ist das neuere LF10 deutlich wartungsintensiver. Zwischen 2020 und 2025 sind für letzteres rund 30.000 Euro Reparaturkosten angefallen, ohne dass es einen Unfall gegeben hätte, und dieses Jahr kommen noch mal 10.000 Euro dazu. „Das LF 16/12 dagegen hat in 25 Jahren nur 5000 Euro Reparaturkosten verursacht“, erklärt Christian Scherb. Es wären zwar ein paar Umbauten notwendig, vor allem wegen der Wasserrettung, aber das stelle dank kompetenter Gerätewarte auch kurzfristig kein Problem dar. Der einzige Vorteil des LF 10 sei das Fahrwerk und die vier eingebauten Atemschutzgeräte, aber da dieses Fahrzeug künftig ohnehin erst als Zweites ausrückt, sei das zu vernachlässigen.
Ortstermin mit Ausschuss
Der Fahrzeugwechsel hat auch für die Zukunft keine Auswirkungen. Das LF10 steht planmäßig zwischen 2029 und 2034 zur Ersatzbeschaffung an, und so lange sollte das LF 16 aus heutiger Sicht auf jeden Fall durchhalten.
Bei einem Ortstermin im Mai hatte sich bereits der Verwaltungs- und Bauausschuss ein Bild von der Situation gemacht und war laut Jürgen Brückner (WGK) zum selben Ergebnis gekommen. „Das ist alles nachvollziehbar und wir haben da vollstes Vertrauen, dass ihr die richtige Entscheidung trefft“, ergänzt Stephan Hennig (WGK). Der Gemeinderat stimmte der Planänderung einstimmig zu.