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Der Landkreis ruft Hitzewarnstufe 1 aus

Der Landkreis Ludwigsburg informiert:

Ab Donnerstag, 18. Juni 2026, bis voraussichtlich Dienstag, den 23. Juli 2026, werden Tageshöchsttemperaturen von über 32 Grad Celsius erwartet. Damit sind die Kriterien für eine landkreisweite Hitzealarmierung erfüllt. Der Landkreis ruft Hitzewarnstufe 1 aus.

Weitere Informationen finden Sie unter der Rubrik "Aus dem Rathaus"

NABU Ortsgruppe Neckar-Enz

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NABU Ortsgruppe Neckar-Enz | 22.06.2026

Nicht nur Vögel haben Durst

Vogeltränke
Vogeltränke

Durch die mittlerweile schon länger anhaltende Trockenheit, verbunden mit starker Hitze, sind vielerorts Tümpel trocken gefallen und kleinere Quellen sind versiegt. Nicht nur der Landwirtschaft und dem Kleingartenbesitzer macht dies Sorgen. Auch für Wildtiere und unsere Vögel bedeutet diese Wetterlage eine Bedrohung. Ein Regenschauer bringt da noch keine nachhaltige Entspannung. Helfen kann man aber schon mit einfachen Maßnahmen, sei es im eigenen Garten, der Veranda oder auf dem Balkon. Für Vögel und auch andere Kleintiere, wie zum Beispiel den Igeln, sind flache Vogeltränken mit guten Ausstiegsmöglichkeiten am besten geeignet. Auch Insekten benötigen Wasser, um ihre Nester zu kühlen. Ganz wichtig ist die tägliche Kontrolle der Wasserstelle auf Verschmutzung und Nachfüllen der Tränke mit sauberem Trinkwasser. Durch die Hitze besteht sehr leicht die Gefahr einer Verkeimung. Weitere Risiken sind Regenfässer und Bottiche. Große, offene Wasserbehälter oder bodennahe Wasserspeicher mit glatten oder senkrechten Wänden sind Fallen für Insekten, aber auch für Vögel und kleinere Säugetiere, wie dem schon erwähnten Igel. Da Insekten und Vögel nicht direkt von der Wasseroberfläche aus starten können, benötigen sie einen Ansitz, von dem aus der Abflug wieder möglich wird. Igel und andere Kleintiere haben Krallen, die an den glatten bzw. senkrechten Wänden nicht greifen. Diese Säugetiere ertrinken dann qualvoll. Zweige oder Holzteile, die zum Rand führen, erleichtern den Ausstieg. Natürlich müssen diese Hilfsmittel stabil und mit dem Ufer fest verbunden sein, damit sie bei Berührung nicht abrutschen. Notwendig sind aber nicht nur Ausstiegshilfen, sondern auch die Abdeckung der Wasserspeicher. Bei Teichen und Schwimmbecken erleichtern flache Uferbereiche und Wasserpflanzen das Verlassen der Gefahrenzone. In diesem Zusammenhang sei auch die Rasenpflege noch kurz erwähnt. Mähroboter gewinnen bei der Grünpflege zunehmend an Bedeutung. Bitte betreiben Sie diese selbst fahrenden Rasenpfleger nicht nach Sonnenuntergang und erst wieder bei Tageslicht. Mähroboter erkennen kleine Lebewesen nicht und überfahren diese, auch wenn die Werbung anderes behauptet. Besonders bedroht sind auch hier wieder die Igel, da sie nachtaktiv sind und sich bei Gefahr zusammenrollen. Schwerste Verletzungen und Verbluten sind die Folge. Auch Lichtschächte und offene Löcher sind gefährlich. Eingeschlossene Tiere können diesem Gefängnis nicht entkommen und sterben daher an Durst oder Hunger. Neben Kleinsäugern sind besonders Kröten und Salamander betroffen, da sie nachts im feuchten Gras auf Nahrungssuche sind und dann leicht in die Schächte fallen können. Abhilfe schafft hier ein feinmaschiges Gitter über diese Gefahrenstellen und natürlich die regelmäßige Kontrolle. Danke für Ihre Umsicht und Hilfe, sagt die NABU-Ortsgruppe Neckar-Enz.