Bei den Bauarbeiten am Bahnhof hat die Phase der Vollsperrung am 7.4.2026 begonnen
Die Bahnhofstraße wird in zwei Abschnitten voll gesperrt: vom 7. April bis ca. 22. August 2026 (mit längerer Sperrzeit durch weitere Baumaßnahmen).
Umleitungen für Lieferverkehr, Busse und Lkw werden eingerichtet; Halteverbote gelten u. a. in der Wilhelmstraße, Friedenstraße, Walheimer Straße und Schillerstraße.
Im Herbst folgt eine weitere kurze Vollsperrung. Der Abschluss ist für Ende November 2026 geplant.
Zur naturkundlichen Führung des NABU Neckar-Enz hatten sich am 1.5. fünfzehn Frühaufsteher eingefunden. Treffpunkt war um 7.30 Uhr am Parkplatz Kloster Frauenberg bei Bönnigheim. Vorstand Jörg Altmann begrüßte die Teilnehmenden und erläuterte, dass auf der Route verschiedene Lebensräume zu sehen sein werden. So zum Beispiel offene Wiesenlandschaft, Streuobstwiesen sowie auch Mischwald und Weinberge. Während der rund zweieinhalbstündigen Veranstaltung waren dann zum Beispiel das recht seltene Braunkehlchen, die Dorngrasmücke oder der Wendehals zu hören und zu sehen. Die warme Luft begünstigte die Thermik, sodass auch Greifvögel gut zu beobachten waren. So zogen der Rote Milan und der Mäusebussard ihre Kreise über der offenen Feldlandschaft. Der Ruf des Kuckucks und der melodische Gesang von Nachtigall und Pirol erfreute alle. Auch wurde eine bedeutende Anzahl von Blühpflanzen und Bäumen anhand ihrer charakteristischen Erkennungsmerkmale bestimmt. Am Beispiel des Wiesenschaumkrauts wird deutlich, wie wichtig eine einzelne Pflanzenart innerhalb einer Wiese für Insekten sein kann. So ernährt sich die Raupe des Aurorafalters von genau dieser einen Pflanze. Jörg Altmann machte darauf aufmerksam, dass private Grundstücksbesitzer darauf verzichten sollten, Wiesen oder Freizeitgrundstücke zu früh zu mähen. Einerseits werden dadurch Wiesenblumen an der Samenbildung gehindert, andererseits führt das zu frühe und zu niedere Mähen zum Verlust von Lebensraum von Vögeln und Insekten. Insgesamt konnten an diesem Morgen 41 Vogelarten bestimmt werden. Dies ist eine recht erfreuliche Zahl. Sie erklärt sich vor allem daraus, dass Streuobstwiesen und der Waldrand Lebensraum für viele unterschiedlich angepasste Arten bieten. Das Fehlen von Bodenbrütern, wie beispielsweise der Feldlerche oder des Rebhuhns, zeigt aber, dass deren Lebensraum durch moderne Bewirtschaftungsformen stark eingeschränkt wird. Wer demnächst gerne noch mehr über das Leben in unseren heimischen Streuobstwiesen erfahren möchte, dem sei die nächste naturkundliche Führung am Sonntag, 17.5. empfohlen. Die NABU-Ortsgruppe Neckar-Enz lädt an diesem Morgen zur Erkundung der Streuobstwiesen am ehemaligen Neckarbogen zwischen Kirchheim und Hofen ein. Treffpunkt für diese Veranstaltung ist um 7.30 Uhr am Parkplatz der Firma Herzog an der B 27 in Kirchheim. Nach dieser Veranstaltung ist erst wieder eine Führung im Herbst geplant.