Aus dem Gemeinderat | 30.03.2026
Feld- und Wirtschaftsweg im Gewann „Auf der Heide“ muss als Erdweg neu hergestellt werden
In 36 Jahren im öffentlichen Dienst hat Bürgermeister Uwe Seibold schon so einiges erlebt. „Aber eine Zerstörung in dem Ausmaß hab ich noch nicht gesehen“, meint er kopfschüttelnd in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Dabei geht es um einen Feld- und Wirtschaftsweg im Gewann „Auf der Heide“. Dieser ist durch unsachgemäße und intensive Nutzung so erheblich beschädigt, dass er aktuell für viele Anlieger praktisch nicht befahrbar, teilweise nicht mal begehbar ist. Der Erdweg soll nun wieder hergestellt werden, sobald es die Witterung zulässt. Die Kosten dafür sollen mit allen rechtlich möglichen Mitteln beim Verursacher eingetrieben werden.
Mutmaßlichen Verursacher angeschrieben
Nach Erkenntnissen der Gemeinde ist der Schaden durch den Einsatz von Fahrzeugen im Rahmen der Schafhaltung entstanden. „Der mutmaßliche Verursacher wurde angeschrieben und hat die Vorwürfe auch im Wesentlichen eingeräumt“, berichtet Uwe Seibold.
Auch wenn eine Wiederholung nicht ausgeschlossen werden kann, mache es aber nur Sinn, hier wieder einen Erdweg zu gestalten, betont er. Der Nachteil: „Der Weg braucht wieder Zeit, bis er sich festigt, denn er lebt davon, dass im wahrsten Sinne des Wortes Gras drüber wächst, das dauert sicher ein halbes bis dreiviertel Jahr.“ Daher werde man entsprechende Schilder aufstellen.
Boden extrem verdichtet
Durch den aktuellen Regen steht auch wieder Wasser in den Rillen, da der Boden extrem verdichtet ist, berichtete der Technische Leiter Holger Schön. „Gibt es denn die rechtliche Möglichkeit, den Weg für eine bestimmte Fahrzeuggröße zu sperren“, hakte Andreas Munz (WGK) nach. „Die gibt es sicherlich, aber jemand Vernünftiges wäre eh nicht gefahren“, antwortet Uwe Seibold seufzend. „Man darf öffentliche Wege nicht beschädigen.“ Er betont, dass auch bei der Gemeinde der Ehrgeiz sehr hoch sei, dass die Kosten für die Instandsetzung zwischen 7.000 und 10.000 Euro nicht an Kirchheim hängen bleiben. Die Firma Mayer steht Gewehr bei Fuß und wird die Arbeiten beginnen, sobald es die Witterung zulässt.