Seite übersetzenGebärdenspracheLeichte SpracheSuche


Bei den Bauarbeiten am Bahnhof hat die Phase der Vollsperrung am 7.4.2026 begonnen

Die Bahnhofstraße wird in zwei Abschnitten voll gesperrt: vom 7. April bis ca. 22. August 2026 (mit längerer Sperrzeit durch weitere Baumaßnahmen).

Umleitungen für Lieferverkehr, Busse und Lkw werden eingerichtet; Halteverbote gelten u. a. in der Wilhelmstraße, Friedenstraße, Walheimer Straße und Schillerstraße.

Im Herbst folgt eine weitere kurze Vollsperrung. Der Abschluss ist für Ende November 2026 geplant.

Details und Umleitungspläne finden Sie hier.

Geschichtsverein (Archiv)

Alle aktuellen Nachrichten rund um Kirchheim

Dieser Artikel befindet sich im Archiv!

Geschichtsverein | 28.07.2025 – 11.08.2025

Kirchheim und die hohe Gerichtsbarkeit

Auf dem Weg zum Rathaus liegt, für jeden sichtbar, das „Türmle“, der Kirchheimer Ortsarrestturm. Er ist Teil der Ortsbefestigung, die Kirchheim umgab. Diese ist zwischen Hauptstraße und Kanalstraße vom Mühlbach aus noch zu sehen. Zur auch „Ortsetter“ genannten Ortsbefestigung, gehören auch das Neckar-Tor sowie der „Haspelturm“ in der Ecke des „Halil“ Parkplatz an der B27. 

Das „Türmle“ war Gefängnis für die einfacheren Delikte. Das ehemalige Turmverlies im Untergeschoss besteht aus einem gewölbten Raum in dessen Decke ein ca. 0,5 m x 0,5 m quadratischer, abgedeckter Durchlass ist. Der ursprüngliche Zugang zum Verlies 

Erst um das Jahr 1840 wurde vom Hirschgraben her ein ebenerdiger Zugang geschaffen. Der Musikverein nutzte diesen Raum in seiner Gründungszeit und in den 50er Jahren war hier ein kleines Ladengeschäft (Firma Hautzinger) untergebracht. 

Im Untergeschoss des „Haspelturm“ waren diejenigen untergebracht, die auf ihre Hinrichtung warteten und mit einer Winde (einer Haspel) dorthin verbracht worden waren.

Wenn sie ihren letzten Gang zu gehen hatten, läutete auf dem „Schlarfentor“, am Ende der Hauptstraße/Ecke Pfarrgarten gelegen, das „Arme Sünder Glöcklein“. Die Hinrichtungsstätte lag oberhalb des Ortes in Richtung Meimsheim und noch heute erinnern die Flurnamen „Galgen“ und „Hochgericht“ an diese.

Dazu eine etwas eigenartige Geschichte: im Jahr 1761 sollte der Kirchheimer Bürger und Chirurg Johann Georg Belß wegen Mordes hingerichtet werden. Er hatte sich jedoch in der Nacht zuvor selbst getötet. Doch er sollte seiner Strafe nicht entkommen, weshalb man sein Leichnam hingerichtet hat.

An jedem Montag ist Arbeit angesagt 

... im Museum im Farrenstall. Wenn Sie Interesse haben, kommen Sie doch einfach einmal vorbei. Ab 18.15 Uhr sind wir in der Gartenstraße vor Ort. Wir freuen uns über Ihren Besuch.