Informationen zum geplanten Nahwärmeausbau

Warum Nahwärme?

Nahwärme ist ein zentraler Baustein, um den Klimaschutz in der Region voranzubringen. Sie vereint die ökologischen Vorteile mit Nutzen für die Anschlussnehmer und ist flexibel bei der Wärmeerzeugung.

Das Wärmenetz in Kirchheim am Neckar wird aktuell mit dem nachwachsenden Rohstoff Holzpellets sowie Wärme aus effizienter Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen beheizt. Zukünftig wird eine Hackschnitzelheizung ergänzt, welche CO2-neutrale Wärme aus Resthölzern der umliegenden Wälder nutzt. Damit steht die Wärmeerzeugung auf mehreren Standbeinen und die Wärmeerzeugung kann flexibel gesteuert werden.

So funktioniert Nahwärme

Die Wärme wird in Form von warmem Wasser über ein wärmegedämmtes, geschlossenes Rohrleitungssystem (Wärmenetz) zu den einzelnen Abnehmern transportiert.

Jedes Haus erhält eine Übergabestation, die von der Gemeinde installiert und gewartet wird. Sie regelt die Wärmeabgabe an die Heizanlage und trennt diese vom Nahwärmenetz. Die benötigte Wärme wird über einen Zähler erfasst und mit der Gemeinde abgerechnet.

Schaubild zur Nahwärme

Hausanschluss

Die Graphik zeigt die Übergabestation, welche den bisherigen Heizkessel ersetzt. Heizöltank und Brenner werden zukünftig nicht mehr benötigt. Gebäude, welche bereits eine moderne Heizungsanlage besitzen, können auch einen vorverlegten Hausanschluss erhalten. Damit werden bereits die Voraussetzungen für einen späteren Anschluss an die Nahwärme geschaffen, jedoch kann die vorhandene Heizung weiterbetrieben werden.

Schaubild zum Hausanschluss

Erfüllung der Gesetze und Fördermöglichkeiten

Mit dem Anschluss an die Nahwärmeversorgung werden alle gesetzlichen Verpflichtungen für Bestandsgebäude und für Neubauten zum Einsatz von erneuerbarer Wärme abgedeckt. Durch den Einsatz erneuerbarer Wärme können für den Anschluss und damit verbundene Maßnahmen Fördermittel (Bundesförderung für effiziente Gebäude) in Höhe von 30 – 50 % beantragt werden.

Kosten und Beispielrechnung

Geplanter Wärmenetzausbau

Der Ausbau der Wärmeversorgung erfolgt in mehreren Schritten. In welchen Bereichen und wann eine Wärmeleitung verlegt wird, hängt wesentlich von der Nähe zu vorhandenen Wärmeleitungen sowie vom Interesse im Gebiet ab. Für die Planungen ist es deshalb wichtig, der Gemeinde zu melden, sollten Sie Interesse an einem Anschluss haben. Wenn eine Modernisierung der Heizung in ihrem Gebäude ansteht, kann es Sinn machen, diese nochmals zu verschieben, bis eine Anschlussmöglichkeit an die Nahwärme besteht.

Für die Jahre 2021/22 steht der Ausbau im Ortszentrum von Kirchheim im Fokus. Der Bau der Wärmeleitung ist in den Bereichen Hauptstraße und Schillerstraße geplant. Angrenzende Bereiche können bei großem Interesse ebenfalls berücksichtigt werden.

Schaubild Ausbau 2021/2022

Die Wärmeleitung im Bereich Laiernstraße wird im Jahr 2021 verlegt. Durch die Verlegung der Zuleitung zum Neubaugebiet ergibt sich dadurch im Jahr 2022 die Möglichkeit für einen Anschluss der Gebäude in den angrenzenden Querstraßen. 

Schaubild Ausbau Laiernstraße

Der weitere Ausbau ab dem Jahr 2023 erfolgt in dem grün dargestellten Bereich über die Friedrichstraße bis hin zur Uhlandstraße. Die Erschließung der angrenzenden blau markierten Bereiche hängt vom Anschlussinteresse ab.

Schaubild Ausbau 2023

Weitere Bereiche für den zukünftigen Ausbau ab dem Jahr 2023 werden abhängig vom Interesse in den Straßen Mozartstraße, Schubertstraße, Hofener Straße sowie weitere angrenzende Gebäude eingeplant:

Schaubild weitere Ausbaumöglichkeiten

Der Gesamtausbau für weitere Teilbereiche und der damit verbundene geplante Zusammenschluss der Netze ist gemäß folgender Abbildung geplant:

Gesamtausbau