Warum blieben noch Wände der alten Gemeindehalle stehen?

Oder: Warum wurde die Halle eigentlich nicht vollständig abgerissen? Wäre es nicht billiger gewesen, die Halle vollständig abzubrechen? Mit Blick auf den aktuellen Zustand der Gemeindehalle häufen sich derzeit diese Fragen bei Verwaltung und Gemeinderäten. Fragen, die völlig nachvollziehbar sind, und deren Antwort letztendlich unter der eigentlichen Halle, nämlich im Kern des Lehrschwimmbades und des Schwimmbeckens liegt. Ein Großteil der Statik der Gemeindehalle "ruht" auf dem mächtigen Becken, den dazugehörigen Stützelementen und Fundamenten.

Das zweite Kernstück der Statik ist der massive Träger im Übergangsbereich zwischen der Veranstaltungshalle und der Bühne, der bisher wie auch in der Zukunft eine im wahrsten Sinne des Wortes "tragende Rolle" spielt.

Da alle diese Bauteile trotz ihres Alters in einem sehr guten Zustand sind, wäre ein Abbruch nicht nur sehr viel teurer, sondern auch wenig sinnvoll gewesen. Zur Vorbereitung der Baumaßnahme insgesamt wurden die unterschiedlichen Szenarien durch die Planungsbüros durchgerechnet und auch in öffentlichen Sitzungen des Gemeinderates beraten. Schon damals war klar: Der vollständige Abbruch und der Wiederaufbau inklusive Lehrschwimmbecken wäre mit höheren Kosten in einem deutlich siebenstelligen Bereich verbunden gewesen, selbst der vollständige Abbruch und ein Wiederaufbau ohne Lehrschwimmbad wäre kostenmäßig nur knapp über der jetzigen Größenordnung gelandet, das Lehrschwimmbad wäre dann aber für alle Zeiten verloren gewesen.

Damit war klar: Der Teilabbruch und die Sanierung bzw. Erweiterung um das bestehende Gerippe ist die wirtschaftlichste und nachhaltigste Lösung für diese große Baumaßnahme, auch wenn der aktuelle Eindruck dies nicht sofort vermuten läßt.