Spatenstich für Sanierung und Erweiterung der Gemeindehalle

Spatenstich Gemeindehalle

Am Mittwoch vergangener Woche fand der offizielle Spatenstich zur Sanierung und Erweiterung der Gemeindehalle statt.

Der Zeitpunkt des offiziellen Spatenstichs wurde mit Beginn der Hochbaumaßnahmen ausgewählt, weil ab sofort aus den noch vorhandenen Fragmenten ein stattliches Gebäude entstehen wird.

Ein „Multifunktionsgebäude“ und gleichzeitig ein „Mehrgenerationenprojekt“, so bezeichnete Bürgermeister Uwe Seibold die neue Halle. Denn während den Überlegungen zur Planung der Gemeindehalle, ist „nebenbei ein Kinderhaus unter das Dach der künftigen Gemeindehalle geschlüpft.“

Welche Möglichkeiten bietet die neue Gemeindehalle künftig? Neben dem bereits erwähnten Kinderhaus bleibt der große Saal mit einer Mehrfachnutzung sowohl für Sport als auch als „gute Stube“ für kulturelle Veranstaltungen erhalten – komplett runderneuert natürlich. Erhalten und komplett erneuert wird das Lehrschwimmbad, der seitherige Gymnastiksaal wird vergrößert, eine Gymnasikhalle angebaut und auch die Umkleide- und Duschmöglichkeiten für den Außensportbereich finden künftig Platz in der neuen Gemeindehalle. Ebenso wie ein Foyer, das nicht nur multifunktional für den Kindergartenbetrieb sondern auch als Foyer für große Veranstaltungen oder als eigener Raum für kleine Versammlungen und kleine Veranstaltungen zur Verfügung steht. Und dies alles ergänzt natürlich um die notwendigen Umkleide- und Sanitärräume, Geräte- und Technikräume, alles selbstverständlich barrierefrei und den neuesten Vorschriften des Brandschutzes entsprechend.

Tatsächlich gehen die grundsätzlichen Überlegungen für diese Baumaßnahme schon bis ins Jahr 2006 zurück, als mit der Entwicklung des Konzeptes für den Sportpark Fronberg begonnen wurde. Die Benutzung der 1965 eingeweihten seitherigen Gemeindehalle war aus technischen und brandschutzrechtlichen Gründen nur noch unter Auflagen und unter Vorbehalt möglich.

Umgesetzt werden kann das 15 Millionen Projekt, dank der hohen Zuschüsse. Insgesamt 6,5 Millionen Euro erhält die Gemeinde von Bund und Land, außerdem werden rund 1,5 Millionen Euro der Baukosten aus der Mehrwertsteuer erstattet. Architekt Dimitrios Kogios vom Büro ASP verglich das in Kubikmetern später verbaute Material für die Gemeindehalle mit dem Bau von 40 Einfamilienhäusern.

Mit noch einmal rund 10% mehr an Baukosten als dies bei der Sanierung und Erweiterung der Schule der Fall ist, ist damit die Gemeindehalle das mittlerweile größte Bauprojekt in der Geschichte in der Gemeinde Kirchheim und dass gerade dieses Projekt in die vermutlich schwierigste wirtschaftliche und politische Zeit seit dem Ende des 2. Weltkrieges fällt, bereitet Bürgermeister, Verwaltung und Gemeinderat durchaus Sorgen und Kopfzerbrechen. Corona, der Ukrainekrieg, explodierende Materialkosten, Lieferengpässe, Firmen mit prall gefüllten Auftragsbüchern – die Rahmenbedingungen für ein Bauwerk dieser Größenordnung könnten wohl kaum schlechter sein. Die Fertigstellung der Gemeindehalle ist für Herbst 2023 geplant.