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Freitag, 29. Dezember 2017

Startschuss für den Verkehrsversuch im Rosenpark

Mit Ende des laufenden Jahres ist die Straße „Im Rosenpark“ für Autofahrerinnen und Autofahrer nicht mehr durchgängig befahrbar. Damit startet die Gemeinde einen einjährigen Verkehrsversuch, den das Landratsamt Ludwigsburg kürzlich im Wege einer verkehrsrechtlichen Anordnung genehmigt hatte.

Mit Ende des laufenden Jahres ist die Straße „Im Rosenpark“ für Autofahrerinnen und Autofahrer nicht mehr durchgängig befahrbar. Damit startet die Gemeinde einen einjährigen Verkehrsversuch, den das Landratsamt Ludwigsburg kürzlich im Wege einer verkehrsrechtlichen Anordnung genehmigt hatte. Autofahrer, die von der Besigheimer Straße (Bundesstraße B 27) in den vorderen Teil der Straße „Im Rosenpark“ einbiegen, stoßen nun unmittelbar vor dem Zugang zum Kinderspielplatz auf eine Absperrung, die nur von Fußgängern und Radfahrern passiert werden kann. Auf diese neue Verkehrssituation weist jetzt an der B 27 ein Sackgassen-Schild mit entsprechendem Zusatz hin.

 

Der hintere Teil der Straße „Im Rosenpark“ ist gemäß der neuen Verkehrsregelung nur noch über die Christofstraße und den Paradeißerweg erreichbar. Für Autofahrer, die die Christofstraße aus Richtung Norden kommend befahren, gilt an der Abzweigung in den hinteren Teil der Straße „Im Rosenpark“ ab sofort „rechts vor links“. Dies signalisiert dort nun ebenfalls ein Verkehrsschild mit dem schriftlichen Zusatz „Vorfahrt geändert“. Mit der Sackgassen-Regelung verliert die Straße „Im Rosenpark“ ihren Status als „verkehrsberuhigter Bereich“ und wird dadurch zur Tempo-30-Zone.

 

Die Gemeinde reagiert mit dem für die Dauer eines Jahres gültigen Verkehrsversuch auf die teils massiven Anwohnerproteste vom September. Damals hatten sich etliche  Anwohner der Straßen „Im Rosenpark“ und „Paradeißerweg“ im Gemeinderat massiv über das Verhalten der Autofahrer in ihrer Wohngegend beklagt. Konkreter Anlass war ein Unfall, der sich im Herbst „Im Rosenpark“ ereignet hatte. Dabei wurde ein achtjähriges Kind vom Auto eines Rasers erfasst und schwer verletzt. Die Anwohner hatten Bürgermeister Uwe Seibold in der Bürgerfragestunde einen offenen Brief und eine Unterschriftenliste überreicht. In ihrem Schreiben an die Gemeindeverwaltung hatten sie sich über die ständige Raserei und den Durchgangsverkehr in ihren Straßen beschwert.

 

Im November hatte die Kreisbehörde dann der Gemeinde für ihren vorgeschlagenen Verkehrsversuch grünes Licht gegeben. Mit der Sackgassen-Regelung auf Probe will die Gemeindeverwaltung jetzt die Situation in der betreffenden Gegend entschärfen. Es gibt allerdings schon Anwohner, die mit dem Experiment nicht zufrieden sind. Kritische Stimmen wurden im Gemeinderat und beim Workshop im Rathaus vom November laut, in dem es um eine künftige Verkehrskonzeption für den Ort ging. An dieser Stelle verweisen wir nochmals darauf, dass das Ganze zunächst ein Modellversuch mit offenem Ausgang ist. Nach einem Jahr wird die Gemeinde ein Resümee ziehen.